Gemeinsam stricken – der Planetary KAL

Gemeinsam stricken – der Planetary KAL

Nach langer Pause gibt es endlich wieder einen KAL! Wir haben uns den wunderschönen Planetary-Pullover von Melanie Berg als Objekt der Begierde ausgesucht.

Auslöser war ein “missglückter” Färbeversuch. Was eigentlich ein Grün werden sollte kam als sehr dunkler Strang aus dem Topf. Fast schwarz, je nach Lichteinfall mit einem Hauch grün, blau oder violett. Und wunderschön. Schnell war klar, das ist die perfekte Grundfarbe für den Pullover.

Ich habe extra für dieses Projekt eine neue Garnqualität in die Färbetöpfe gepackt, eine Mischung aus 80 % Merino und 20% Nylon bei 400m Lauflänge. In meiner Küche sind 10 verschiedene herbstliche Farbtöne entstanden, aus denen ihr eure Wunsch-Grundfarbe wählen könnt.

Für die Planeten habe ich Mini-Stränge aus der twist & twine gewickelt. Die Stränge wiegen jeweils 10 Gramm und reichen damit für 2 Planeten – einige von uns haben sich für nur 3 statt der angegeben 6 Farben entschieden.

Der offizielle KAL-Start ist am 6. November. Falls ihr mitmachen wollt, bestellt bitte eure Wunschfarben bis spätestens 25. Oktober. Ich färbe die Grundfarben nach Bedarf und habe sie nur kleine Mengen vorrätig. So ist das Garn sicher rechtzeitig bei euch. Wenn eure Bestellung später kommt – ihr könnt natürlich jederzeit noch nachträglich in den KAL einsteigen. Ziel ist es, bis Weihnachten den Pullover fertig zu stricken.

Ich werde in den nächsten Tagen immer mal wieder Farbvorschläge bei Instagram posten – lasst euch inspirieren!

Und hier gehts zu den Garnpaketen

Ferien-Wolltag am 9. Juli

Ferien-Wolltag am 9. Juli

Ich weiß, dass ihr euch vorm Urlaub immer gerne eure Koffer mit Urlaubs-Strickprojekten füllt. Stricken mit Aussicht auf Meer oder Berge macht einfach doppelt Spaß!

Damit ihr dafür stressfrei einkaufen könnt, öffne ich zusätzlich am Freitag den 9. Juli von 14 bis 18 Uhr meinen Laden.

Und damit eure Urlaubskasse geschont wird, gibt es an diesem Tag zusätzlich Rabatt auf euren Wollkauf: ab 50 Euro 5% und ab 100 Euro 10%!*

Noch besser: es gibt auch einige Extraschnäppchen mit bis zu 50% Rabatt im Angebot.

*gilt nur für vorrätige Garne. Die Einkaufssumme bezieht sich nur auf nicht reduzierte Garne.
Traumseide wiederentdeckt (mit Anleitung)

Traumseide wiederentdeckt (mit Anleitung)

Als erfahrene Wollmutti bilde ich mir immer ein, dass ich all meine Wollkinder gleich lieb habe. Um hin und wieder festzustellen, dass bestimmte Garne im Laden nahezu völlig aus meinem Blickfeld verschwunden sind. Das hängt mit Jahreszeiten, aktuellen Strickvorlieben und auch Lagerplätzen in Laden zusammen.

In der vorletzten Woche schlenderte ich mit einer Freundin durch den Laden. Wir rückten im Geist ein paar Möbel, räumten ein paar Stränge hin und her und standen plötzlich vor der Auslage mit der Traumseide von Atelier Zitron. Und bekamen beide spontan große Lust, sofort ein Projekt mit diesem Garn zu stricken. Während Martina noch am selben Abend ein Seashell annadelte, durchsuchte ich meinen Schrank. Dort fand sich ein ebenfalls angefangenes Knäuel, noch gut 600 m waren da. Ich schnappte mir ein dazu passendes Knäuel Premia von Lamana  und ein ebenfalls angefangenes Knäuel Modena – alles farblich passend – und strickte einfach drauflos. Ich wollte nichts kompliziertes, kein Muster.

So entstand ein einfaches Tuch, dass super weich, fließend und anschmiegsam ist – ein echter Halsschmeichler. Es ist ein langgezogenes Dreieck und passt locker zweimal um den Hals. Und wirkt einfach durch die tollen Materialien.

Habt ihr Lust bekommen? Hier kommt das Rezept:

 

Anleitung Tuch Traumseide

1 Strang Traumseide von Atelier Zitron
1 Knäuel Premia von Lamana
1 Knäuel Modena von Lamana

Rundstricknadel 4,5 mm

Das gesamte Tuch wird kraus rechts 2fädig gestrickt. Der erste Teil mit Traumseide und Premia, der zweite Teil mit Traumseite und Modena.

5 Maschen anschlagen.
Setup-Reihe: 4 Maschen rechts, die letzte Masche mit kfb verdoppeln.
Reihe 1: 2 Maschen rechts, eine Masche aus dem Querfaden zunehmen, bis 2 Maschen vor dem Ende rechts stricken, die letzten beiden Maschen rechts-verschränkt zusammenstricken.
Reihe 2: Die erste Masche mit dem Faden hinter der Arbeit rechts abheben, bis 1 Masche vor dem Ende rechts stricken, die letzte Masche mit kfb verdoppeln.

 

Diese beiden Reihen immer wiederholen. Wenn die Premia alle ist die Modena als Beillauffaden hinzunehmen.

Wenn das Tuch groß genug ist, alle Maschen locker abketten.

Ihr seht, es ist ganz simpel. Experimentiert doch ruhig  mal mit anderen Farben und Garnen, nach diesem Rezept könnt ihr ganz unterschiedliche Tücher stricken. Und wer noch einen Strang Traumseide braucht, bei mir im Laden gibt es eine große Auswahl, auch an inzwischen vergriffenen Farben!

Teststricker*innen gesucht

Teststricker*innen gesucht

Ich habe keine Mühen gescheut und bin mit Gummistiefeln durch den (zu) tief verschneiten Garten gestapft. Mit klammen Fingern und feuchten Füßen habe ich versucht, 2,40 m Tuch halbwegs komplett auf den Film zu bringen.

Das Tuch ist fertig, die Anleitung geschrieben und die Garne für die Sonderfärbung trudeln auch nach und nach ein (die armen Kurierfahrer kämpfen auch mit dem Schnee).

Jetzt brauche ich euch: ich suche Teststricker*innen für meine Kirschblütentuch. Start des Teststricks ist am 13. Februar, Deadline am 20. März. Die Anleitung soll zum japanischen Tag der Kirschblüte am 27. März veröffentlicht werden. Alle Infos zum Teststrick gibt es wieder in meiner Ravelry-Gruppe, da ist auch Platz für regen Austausch.

Im Shop könnt ihr das passende Strickset vorbestellen, Teststrickerinnen werden in der Färbereihenfolge priorisiert 😉

Derzeit arbeite ich noch an einer blauen Variante – da werde ich euch am Wochenende bei Instagram die ersten Bilder zeigen.

Und wer das gute Stück gerne im Original begutachten möchte, ich hänge es am Samstag ins Schaufenster – ohne Gummistiefel!

Kirschblüten oder die Entstehung eines neuen Modells

Kirschblüten oder die Entstehung eines neuen Modells

Draußen ist knackiger Winter, der Schnee verzaubert meinen Garten und die Landschaft. Aber mein Kopf ist mal wieder schon weiter – da blühen seit vergangenem Herbst schon die japanischen Kirschen. Damals habe ich mich nämlich mit einer Färberkollegin über Frühlingsfeste und gemeinsame  Aktionen unterhalten. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass wir auch in diesem Frühjahr noch meilenweit von Festen entfernt sein werden.

Aber in meinem Kopf war dieses Bild von einem Kirschblütenzweig und die Idee, dieses Bild in einem Tuch zum Ausdruck zu bringen. Es musste also rosa sein. Aber ganz zart. Und Flausch wäre schön. Und dann noch diese gelb-orangen Staubgefäße – dafür wäre doch ein gesprenkelter Strang perfekt.

Dann kam der neue Onlineshop, der neue Lockdown, Mützendesigns und andere Zeitfresser, die meine volle Aufmerksamkeit beanspruchten. Aber dieses Bild ließ mich trotzdem nicht los. Im Januar hab ich mich dann einfach mal mit mir selbst verabredet und mich mit meinen Naturfarben in der Färbeküche eingeschlossen. Mit großem Vergnügen hauchte ich zartes Rosa auf meine Stränge, auch das Sprenkeln hab ich ganz gut hinbekommen. Und so ging es dann mit meinen Sonderfärbungen ab in den Stricksessel, Pröbchen für Form und Textur hatte ich vorher schon angefertigt. Das erste Modell erwies sich schnell als Sackgasse, es war zwar nicht schlecht, passte aber nicht über mein Kopfkino.

Also, noch einmal auf Anfang. Und dann floss es fast wie von selbst aus meinen Händen. Streifen in Farbabstufungen, unterschiedliche Strukturen – die Leichtigkeit war wieder da und zeigte sich im fertigen Modell. Heute habe ich die Fäden vernäht, gerade wird das Tuch gewässert.

Jetzt muss ich meine Notizen noch in eine für euch alle nachvollziehbare Anleitung übertragen, einen Teststrick organisieren und schöne Fotos machen. Und natürlich mit den Sonderfärbungen für euch “in Serie” gehen – hier könnt ihr euer Set schon vorbestellen. Vielleicht mache ich auch noch eine 2. Farbvariante für alle, die nicht so auf rosa stehen. Was meint ihr?

Und dann könnt ihr, fast ein halbes Jahr nach der ersten Idee, euer eigenes Tuch stricken. Pünktlich zur diesjährigen Kirschblüte.

 

 

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